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PUMA JUMP'N RUN in Dortmund

Eine Woche nach der DM in Braunschweig präsentierte die LG Olympia Dortmund am Samstag im Stadion Rote Erde das Jump'n'Run Meeting. Unter den 900 Teilnehmern, die insgesamt 1.100 Meldungen abgaben, befanden sich zahlreiche Spitzenathleten aus dem In- und Ausland. Corona stellt einiges auf den Kopf. Normalerweise hätte ein Veranstalter für solch eine Besetzung schon einige Antrittsgelder und Siegprämien locker machen müssen, doch in Dortmund starteten bis auf die Pacemaker alle Athleten zum Nulltarif. Die Aussicht auf eine neue persönliche Jahresbestleistung war den Meisten Ansporn genug.
Im Stadion Rote Erde, übrigens direkt neben dem Westfalenstadion (Signal Iduna Park) wollten sieben Laufteam-Athleten ihre Leistungsentwicklung, nach dem Ausfall der Wettkämpfe durch die Pandemie überprüfen. Um es vorweg zu nehmen, fünf Mal persönliche Bestleistungen waren die sportliche Ausbeute. Dies zeigt sich in den Nachfolgenden Ergebnissen.

3000 Meter
Männer
4. Hannes Dieterich 8:56,97 Minuten
6. Leonardo Ortolano 9:05,01 Minuten

MJU18
1. Jhg. 2004 Moritz Kleesiek 9:18,96 Minuten

Frauen
6. Hannah Müller 11:35,99 Minuten 5000 Meter

Männer
19. Philipp Stuckhardt 14:52,09 Minuten
25. Maurice Herwig 15:05,58 Minuten
29. Nikolaj Dorka 16:39,34 Minuten

Den Auftakt bildeten die 3.000-Meter-Läufe. In ihrem ersten Bahnwettkampf überhaupt begeisterte die 15-jährige Hannah Müller. Die Schülerin der Lichtenbergschule zeigte keinen Respekt vor ihren Mitläuferinnen. Gleichmäßig legte sie die 7 1/2 Runden zurück. In einem intensiven Endspurt konnte sie sich noch um zwei Plätze verbessern. Die Uhr blieb bei 11:35,99 Minuten stehen. „Ich bin total happy und möchte jetzt so schnell wie möglich weitere Wettkämpfe bestreiten,“ so die offensichtlich zufriedene Schülerin nach ihrer Premiere. Danach wollten Hannes und Leonardo über dieselbe Distanz nicht nachstehen. Es war überraschend wie sich beide kämpferisch zeigten. Umso erfreulicher waren dann die Ergebnisse, die Hannes noch unter der Neun-Minuten-Traumgrenze und Leonardo knapp darüber zeigten.
Ein gutes Rennen lieferte dann Moritz ab, der mit der Bestleistung von Warburg (9:27,1 Minuten) anreiste. Diesmal lief er im zweiten Zeitlauf die ersten 1.000 Meter mit 3:09 Minuten, sechs Sekunden langsamer an als zuletzt. Damit blieb er in seinem Lauf ständig in einer Vierer-Gruppe.
Nach dem passieren der 2.000 Meter (6:17 Minuten) setzte bei ihm ein besonderer Kampfgeist ein, der dazu führte, dass er auf den letzten 200 Metern in einem tollen Endspurt mit dem späteren Sieger, sich nochmals steigern konnte. Letztlich steigerte er seine persönliche Bestleistung als Zweitplatzierter um acht Sekunden. In der Klasse MJU 18 steht er somit in Deutschland auf Platz 14.
Den Abschluss bildeten gegen 23:00 Uhr (!) die 5.000 Meter. Bis zwei Runden vor Schluss lief Philipp auf eine Zeit von 14:20 Minuten zu. Die 3.000 Meter absolviert immer noch in 8:40 Minuten. Unerklärlich dann auf den letzten zwei Runden sein Einbruch. Auch wenn seine erzielten 14:52 Minuten seine bisher zweitbeste erzielte Zeit darstellt, war er nicht zufrieden. „Ich kann mir diese Situation nicht richtig erklären, da ich keinerlei muskulöse Probleme verspürte. Mit meinem Trainer habe ich bereits erste Analysen besprochen. Hier besteht aber weiterhin Gesprächsbedarf,“ so die ersten Erklärungsversuche.
Eine erfreuliche Überraschung gelang Maurice, der sich immer in der Spitzengruppe des dritten Laufes bewegte und sich diesmal an die 15 Minuten Grenze herantastete. „Ich bin äußerst zufrieden. Meine derzeitige Laufform ist insbesondere im Hinblick auf mein Triathlontraining eine gute Voraussetzung zur generellen weiteren Leistungssteigerung. Ich freue mich jetzt schon auf die verschiedenen Wettkämpfe bei denen ich mit meinen Trainingsfreunden aus dem Laufteam Erfolge feiern werde“, so Maurice beim Auslaufen.
„Es kann nicht immer Bestzeit sein,“ so der sichtlich von sich enttäuschte Nikolaj. „Nach meiner Leistung von Warburg, sah ich mich schon auf dem Weg unter 16 Minuten,“ so der Läufer der Klasse M40.
Erfreulich, dass für die Betreuung des Teams in Dortmund mit Patrick Müller, Arndt Kleesiek und Winfried Aufenanger ein kompetentes Betreuungsteam die Athleten motivieren konnte.