ahnatal 01

Melat qualifiziert sich für die Halbmarathon-Weltmeisterschaft
Amanal Petros und Melat Kejeta haben am Sonntag mit Siegen beim Halbmarathon in Frankfurt den Weg in Richtung Halbmarathon-WM in Polen eingeschlagen.

Die überragende Athletin beim Qualifikationslauf zur WM in Polen war unsere Melat. Auf dem drei Kilometer Rundkurs im Frankfurter Messegelände unterstützte sie auf den ersten zehn Kilometer unser Vereinskamerad Philipp Stuckhardt. Das gleichmäßige Tempo konnte sie auch dann beibehalten als sich Philipp von ihr trennte und sein eigenes Rennen zu Ende lief. Überrascht war er dann, dass er mit neuer persönlicher Bestleistung von 1:07:59 Stunden das Ziel erreichte. „Ich bin total zufrieden. Zum einen das Melat ihr gesetztes Ziel erreicht hat und ich heute erkannt habe, dass ich noch großes Potential für meine weitere Entwicklung habe,“ so der überglückliche Philipp.

Denn weiteren Verlauf gestaltete Melat überlegen. Bei www.leichtathletik.de wird wie folgend berichtet:
Mit überzeugenden und überlegenen Leistungen haben sich Amanal Petros (TV Wattenscheid 01; 1:03:31 h) und Melat Yisak Kejeta (Laufteam Kassel; 1:09:04 h) am Sonntag die beim Frankfurt Half Marathon Invitational gesichert. Die beiden Läufer bestimmten das Renngeschehen von Anfang an. Bereits nach der zweiten von insgesamt sieben drei Kilometer langen Runden auf dem Messegelände hatte sich Amanal Petros vom Feld abgesetzt und einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf eine Gruppe von elf Athleten herausgelaufen. Einzig der Niederländer Ali Mohamed konnte ihm folgen.
Bei den Frauen waren die Kräfteverhältnisse schon früher deutlich geworden, denn bereits nach der ersten Runde hatte Kejeta, die von zwei Läufern des Laufteams Kassel begleitet wurde, einen Vorsprung von rund 30 Sekunden auf Katharina Steinruck (LG Eintracht Frankfurt) und Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) herausgelaufen.

Melat Kejeta kratzt an Bestzeit
Bei den Frauen drehte Melat Kejeta nach Kilometer 13 ihre Runden ohne Begleiter, was sie aber in ihrer Tempogestaltung nicht störte. Im Ziel war sie in 1:09:04 Stunden nur neun Sekunden langsamer als bei ihrer Bestzeit in Ras Al Kaimah in diesem Jahr. „Ich wollte eigentlich eine persönliche Bestzeit laufen, bin aber zufrieden, denn ich war lange alleine unterwegs. Auf den letzten zwei Runden hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Wind. Aber ich bin zufrieden für die WM und werde dort mein Bestes geben.“
Auf eine Platzierung als persönliches Ziel wollte sich die gebürtige Äthiopierin, die nach ihrer EInbürgerung im Frühjahr 2019 eigentlich beim Olympia-Marathon erstmals das deutsche Nationaltrikot tragen wollte, nicht festlegen. Anders äußerte sich da ihr Trainer Winfried Aufenanger. „Eine Platzierung in den Top 15 ist möglich, wobei man natürlich noch abwarten muss, wer letztendlich am Start steht. Mittelfristig ist der deutsche Rekord [1:07:58 h; Anm. d. Redaktion] ein Ziel.“

Der Pechvogel der Veranstaltung war unsere Sandra Morchner. Mit großem Einsatz überraschte sie unser Team vor Ort. Konzentriert lief sie auf eine Zeit um 1:13 Stunden zu, dann passierte das Malheur, als in einem Kreiselbereich ein Streckenposten fehlte und die tiefstehende Sonne sie zu einem Richtungsverlust verleitete. Erst nach circa 500 Metern entdeckten sie und ihre Mitläuferin diesen Fehler. Total enttäuscht und niedergeschlagen gab sie den Wettbewerb auf. Auch ihr Lebensgefährte Dirk konnte sie nicht richtig trösten. Kopf hoch, Sandra! Es geht weiter!
Beim gemeinsamen Essen im Anschluss wurden alle Ereignisse des denkwürdigen Laufes vom Laufteam-Betreuungsteam und den Athleten besprochen.