Laufteam Kassel

 

Laktatdusche auf 187,5 Metern beim Hallensportfest in Stadtallendorf - Ein Erlebnisbericht von Ben Kuhlemann

Die Hallensaison ist gestartet und vier Laufteam Athleten haben sich über 800m und 3000m gemessen. Ben Kuhlemann erzählt in einem Erlebnisbericht über den Wettkampf in Stadtallendorf.

Am Samstag, den 08.01.2022, fand für einige Athleten des Laufteam Kassel der erste Hallenwettkampf der Saison in Stadtallendorf statt.

Ich kam gerade erst aus meinem Einzeltrainingslager in Fuerteventura zurück, wo ich die aus der Aufbausaison etwas langsam gewordenen Beine wieder etwas schneller gemacht hatte. So fand ich mich innerhalb von circa 36 Stunden nach Landung in Deutschland auch schon im Zug ins scheinbar einsame Stadtallendorf wieder. Neben mir waren noch Aaron und Frank Hermenau sowie Richard Rohde und zusätzlich Martin Herbold dabei, der anders als wir, nicht dem Zug, sondern mit dem Auto angereist war.

Nach dem typischen Aufwärmablauf, ging es auch schon an die Startlinie in der Halle mit der architektonisch besonderen Bahnlänge von genau 187,5 Meter. Typisch sind eigentlich 200m Bahnen mit Steilkurven

Ben, Aaron, Martin, Richard
Ben, Martin, Richard, Aaron

Ich sollte erst im Feld der M15 starten, was für mich mit Blick auf eine gute Zeit natürlich nicht in Frage kam. Nach kurzer Diskussion mit dem Kampfrichter, pflichtete er mir sofort bei und ich startete mit den Männern. Nach dem Schuss mit der Kanone flogen, nein rollten wir mit Affenzahn auch schon um die zu wenig steilen Kurven der Halle - ,,ganze‘‘ 4 ¼ mal. Ich pushte natürlich gut die Pace hinter dem 1:54 PB Mann aus Eschenburg. So wurde ich leider noch von meinen Teamkollegen Martin (2:04,66 min.), ehemaliger 1:51 Mann, und Richard (2:05,71 min.) sowie einem Eschenburger 1:59 Läufer nach circa 2 ½ Runden überholt. Nichts desto weniger konnte ich meine Outdoor PB von 2:11,32min auf 2:08,17min in meinem ersten Indoor- und zweiten 800m-Rennen jemals verbessern. Strong Mzungu? Wir werden sehen. Erstmal muss ich lernen Rennen taktisch klug zu meistern. Im 3000m-Lauf ist Aaron leider nur 9:58,11 min. gelaufen, womit er nicht ganz zufrieden war. Das Rennen wird als Erfahrung sammeln abgehakt und Aaron schaut positiv auf zukünftige Wettkämpfe. Insgesamt lässt sich also sagen: Die orangene Front hat den Laden dominiert, wenn wir auch in keinem Lauf siegen konnten. Die Richtung ist vielversprechend und das Tempo kommt - genauso wie der Sommer - damit wir wieder schnelle Intervalle im Auestadion ballern können. Da haben auch unsere Trainer Bock drauf! Jetzt geht es aber erstmal noch in der Halle weiter. Für Moritz, Pauline und mich schon nächste Woche in Frankfurt-Kalbach, wo wir alle die 1500m starten werden.