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Martin Jünemann beim Marathon Alpes-Maritimes Nice-Cannes

Ich fand die Idee, zum Jahresabschluss ein Wochenende in Nizza mit Laufen zu verbinden, hervorragend und habe mich mit meiner Frau sehr darauf gefreut.
Daher fand ich das nicht zustande kommen mit unseren Laufteam mehr als bedauerlich und bin dann mit meiner Frau alleine dorthin gereist. Denn Nizza ist eine tolle Stadt mit Farben und Eindrücken!

Der Marathon des Alpes-Maritimes Nice-Cannes ist die zweit größte Laufveranstaltung in Frankreich mit über 11000 Menschen aus über 80 Nationen. Neben dem Marathon, wurden noch 2er Staffelteams (2*21,1km), Marathonstaffel und zum ersten Mal ein 20 km Lauf angeboten. Die Marathonstrecke führt von Nizza nach Cannes durch 5 Ortschaften zu 95% direkt an der Küste entlang und hat schon ein entsprechendes maritimes tolles Flair.

Ich nahm aufgrund meiner unveränderten körperlichen Rahmenbedingungen an dem 20 km Lauf von Nizza nach Villeneuve-Loubet teil. Eine bestimmte angestrebte Laufzeit hatte ich nicht.
Deshalb spielte während des Laufes auch keine Rolle, dass ich kurz nach dem Start etwas Wichtiges verloren hatte und ich deshalb zurück durch die Startermassen musste, um es zu finden und dann auch noch einzusammeln ohne platt getreten zu werden. Später, bei der letzten Zwischenzeitnahme bei KM19, musste man über eine Zeitmatte laufen, dann um eine Kurve und dann wieder über die gleiche Matte in andere Richtung. Aufgrund des Regens, auf den ich noch kommen werde, habe ich das zu spät wahrgenommen und bin beim ersten Mal an der Matte vorbeigelaufen. Da ich keine Lust hatte etwas über einen Kilometer vor dem Ziel disqualifiziert zu werden, bin ich nochmal zurückgelaufen und dann regelkonform noch zweimal über die Matte gelaufen. Beides hat so seine Zeit gekostet, die einen bei einer angestrebten Laufzeit ziemlich geärgert hätten. Aber egal, Hauptsache ich hatte meinen Spaß.

Die ganze Nacht und dem frühen Morgen vor dem Start hat es unwetterartig mit starken Gewittern geregnet. Der Start sollte um 08.03 Uhr sein. So gegen 7.30 Uhr hörte erst einmal kurzfristig auf.
Da die Strecke wohl zum Teil unter Wasser stand, wurde der Start aus Sicherheitsgründen auf 8.30 Uhr verschoben. Kurz nachdem sich das Teilnehmerfeld auf der Promenade des Anglais in Bewegung setzte, fing ein weiteres Unwetter mit Starkregen an. Alle Teilnehmer waren innerhalb kürzester Zeit komplett durchnässt und das Wasser lief aus den Klamotten die Beine runter. Zum Glück war es aber nicht ganz so kalt. Das Wasser stand nur so auf der Straße. Nach einiger Zeit wurde es dann besser und ich konnte den Streckenverlauf der Küstenstraße nach Villeuve-Loubet genießen. Schon von weitem sichtbar ist am Strand, auch bei schlechter Sicht, eine Feriensiedlung, die Marina Baie des Anges. Sie besteht aus vier gigantischen, pyramidenförmigen Hochhäusern mit geschwungener Fassade und einen Yachthafen. Bei schönem Wetter ein imposantes Bild, wenn man im Hintergrund dann noch die schneebedeckten Alpen sehen kann. Das blieb mir leider verwehrt und es fing wieder stärker an zu regnen.
Aber das Ziel war auch nicht mehr weit. Nach 20,1 km war ich mit einer Zeit von 1:46:34 im Ziel angekommen. Egal wie verregnet der ganze Lauf war, es war trotzdem schön ihn gelaufen zu sein. Und bei besserem Wetter jederzeit gerne wieder, so wie am späten Vormittag die Sonne wieder rauskam.