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Bahneröffnung in Warburg
Wie bereits angekündigt nahm nun eine größere Gruppe (22 Mitglieder) an dem ersten Leichtathletik-Meeting in Warburg teil. Die Befürchtungen, dass die Naturkatastrophe in Nordrhein-Westfalen auch die Diemelstadt Warburg erreichen könnte, traten glücklicherweise nicht ein. Bei leicht schwülem Wetter konnte das Meeting von unseren Athleten zur Überprüfung des Leistungsstandes genutzt werden. Das Ergebnis konnte mit 16 persönlichen Bestleistungen gar nicht besser sein. Zahlreiche Leistungen sind mittlerweile auch in der DLV Bestenliste registriert. Es wäre fatal, jemanden besonders hervorzuheben.

200 Meter

3. Richard Rhode PB                  24,96 Sekunden

800 Meter

1. Richard Rhode PB                  2:00,81 Minuten

3. Jakob Dieterich PB                2:03,24 Minuten

4. Ben Kuhlemann PB                2:11,32 Minuten

1.500 Meter

2. Nico Jung PB                        5:13,82 Minuten

3. Wolfgang Betzin                    5:55,58 Minuten

4. Stefan Langenkamp PB           6:33,14 Minuten

2.000 Meter

1. Aaron Hermenau PB               6:32,04 Minuten

3. Jan Langenkamp PB               7:01,39 Minuten

5.000 Meter

1. Marius Puchta PB                   15:41,42 Minuten

2. Dario Ernst                           15:42,76 Minuten

4. Leonardo Ortolano PB             15:54,96 Minuten

5. Pascal Fischer PB                   16:01,32 Minuten

8. Moritz Kleesiek PB                  16:44,82 Minuten

12. Jan Hobusch PB                    17:07,39 Minuten

14. Felix Kaiser                          17:20,95 Minuten

14. David Werner                       17:20,95 Minuten

15. T. Gebrehiwot PB                  17:28,27 Minuten

17. Nikolaj Dorka                        17:39,89 Minuten

2. Nina Voelckel                         18:08,55 Minuten

3. Laura Stuhldreyer PB               19:10,60 Minuten

5. Sara Rheidt PB                       21:43,20 Minuten

Die Talente über 2000 Meter: Aaron verbessert sich um 30 Sekunden. Der Jüngere Leo hält prächtig mit.

Der Livestream machte es möglich, dass viele Fans von Eva und dem Laufteam die internationale Premiere von Eva in Estland miterleben konnten. Alle waren überrascht, dass Eva den Kontakt zur Spitze nie verlor. Dementsprechend waren die Glückwünsche, die über die sozialen Medien Eva erreichten. Die ungünstigen Trainingseinheiten vor den Event waren geprägt durch eine intensivere Verletzung. Die schien Eva aber nicht zu berühren. Nachfolgend lassen wir nun die PR-Berichte des HNA und Auszüge des DLV wirken.
Wer den Livestream verpasst hat, kann sich den Wettkampf zur Zeit noch hier anschauen:
Wettkampf U-23

Eva Dieterich wird Sechste bei der U23-EM

Eva Dieterich wird Sechste bei der U23-EM
Eva Dieterich vom Laufteam Kassel ist bei ihrer Premiere im Nationaltrikot auf Platz sechs gelaufen. Die 22-jährige Leichtathletin blieb bei der U23-Europameisterschaft in Tallinn über 10 000 Meter verletzungsbedingt in 33:56,30 Minuten insgesamt 17 Sekunden über ihrer Bestzeit.
„Schade, wäre ich knapp unter meiner Bestzeit gelaufen, hätte ich Bronze geholt“, sagte die Jura-Studentin nach dem Rennen, das Jasmijn Lau (32:30,49) aus den Niederlanden vor Anna Arnaudo (32:36,98) aus Italien gewann. Platz drei ging schließlich an die Deutsche Lisa Oed (33:35, 99) vom SSC Hanau-Rodenbach.
Nach einer Achillessehnenentzündung hatte Eva Dieterich erst drei Wochen vor der EM wieder trainieren können. „Meine Zeit war für angesichts der extrem kurzen Vorbereitung besser, als wir erwartet haben“, erklärte die Deutsche U23-Meisterin über 10 000 Meter und einzige Starterin aus Nordhessen bei der U23-EM.
Nach einem langsamen Beginn lag das DLV-Duo Dieterich und Oed zunächst zwischen Platz vier und acht. Nach 5000 Metern riefen die Trainer rein, dass Platz drei nur zehn Sekunden weg ist. Eva Dieterich zog das Tempo an und schaffte den Anschluss. Auf dem letzten Kilometer wurde dann aber deutlich, dass es der 22-Jährigen aufgrund der kurzen Vorbereitung an Kraft fehlte.
HNA vom 11. Juli 2021

Eva Dieterich kämpft sich aus Verletzungsproblemen zurück
Und auch Eva Dieterich konnte mit ihrem Abschneiden zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass sie einen langen Trainingsausfall wegstecken musste. Zwar fehlten am Ende die Körner, um mit Lisa Oed mitzugehen, auch weil sie viel Energie in die Aufholjagd investiert und die Verfolgergruppe eine Weile angeführt hatte. In 33:56,30 Minuten belegte Eva Dieterich aber bei ihrer Premiere bei internationalen Meisterschaften einen starken sechsten Platz.
"Mit den vielen Überrundungen wurde es ziemlich unübersichtlich, irgendwann haben wir erfahren, dass wir nur zehn Sekunden hinter Platz drei zurückliegen. Da habe ich versucht Tempo zu machen, ich wusste, dass Lisa dran bleibt. Am Ende hat die Kraft leider nicht gereicht. Aber ich war ziemlich lange verletzt, mit Achillessehnen-Beschwerden, und habe erst vor drei Wochen wieder angefangen zu laufen. Für die kurze Vorbereitungszeit ist das Ergebnis in Ordnung."
DLV - www.leichtathletik.de vom 09. Juli 2021

4-fach Erfolg in Uslar

Endlich wieder Wettkämpfe für unsere Athleten. Beim Saisonstart der LG Solling waren wir mit
den vier Athleten Hannah Müller, Jan Langenkamp, David Werner und Wolfgang Betzin beim 1.000 Meter-Lauf am Start.
Für alle war es die erste Standortbestimmung in diesem Jahr.
Für Jan war es sogar der allererste Wettkampf auf der Bahn überhaupt. Nach zurückhaltendem Beginn steigerte er sich mit einem tollen Endspurt. Am Ende blieb die Uhr bei 03:15 Minuten stehen und er gewann damit seine Altersklasse M13.
Zeitgleich mit Jan lief auch Hannah als Gewinnerin der Frauenwertung einen beherzten Wettkampf und konnte sich über eine tolle Zeit freuen. Beide Athleten waren mit sich und ihren Zeiten sehr zufrieden und können den Lauf als gelungenen Start in die Wettkampfsaison ansehen. Denn beide liefen mit Ihren Leistungen persönliche Bestleistung.
David lief ein starkes Rennen und lief als Gesamtzweiter und Gewinner der M30 mit guten 03:03 Minuten im Ziel ein.
Zum Schluss lief Wolfgang im 2. Lauf einsam an der Spitze, ein famoses Rennen.
Mit 03:41 Minuten distanzierte er mit großem Abstand seine Verfolger und gewann deutlich nicht nur seine Altersklasse, sondern auch den gesamten Lauf 2.
Ein Kennzeichen dieser Leistungen in Uslar war die große Freude und der Einsatzwille unser Nachwuchstalente. Daher kann man ihnen nur zurufen: „Macht weiter so.“

Eva Dieterich startet bei der EM U-23 in Tallinn

Bereits am Montag haben wir ausführlich über die Vorbereitung von Eva Dieterich auf die Europameisterschaften U-23 in Tallinn berichtet. Nun ist es heute um 18:40 Uhr soweit, dass sich Eva der europäischen Spitzenklasse der U-23 stellen wird. Sie kämpft in einem 28-köpfigen Feld um eine entsprechende Platzierung. Für alle die dabei sein wollen, hier der Link zum Livestream.

Livestream U23-EM

Auch über die Starterliste kann man sich informieren. Eva ist guter Dinge. „In der ersten Nacht habe ich relativ unruhig geschlafen. Meine Verletzung spüre ich nur noch leicht, werde aber alles geben und möchte mich ausdrücklich für die mentale Unterstützung, die ich auch aus dem Laufteam erhalten habe, bedanken“, so Eva vor ihrer Premiere im Nationaltrikot.

Eva kann sicher sein, dass wir ihr alle die Daumen drücken.

Hier die Links zum DLV und Starterliste:

DLV News U23-EM

Starterliste

U23 Europameisterschaften in Estland
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) wird mit 65 Athletinnen und Athleten zu den U23-Europameisterschaften nach Tallinn (Estland) reisen.
37 Athletinnen und 28 Athleten bilden das deutsche Aufgebot bei den U23-Europameisterschaften 2021, die nach der Absage von Bergen (Norwegen) vom 8. bis zum 11. Juli in Tallinn (Estland) stattfinden werden. Die insgesamt 65 Teilnehmer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) werden in 32 der 44 Entscheidungen vertreten sein, neben den Einzel-Wettbewerben auch in beiden Staffeln über 4x100 und 4x400 Meter.
Bei den Nominierten ist als einzige Nordhessin, für die 10.000 Meter unsere Eva Dieterich vorgesehen. Nach Rücksprache mit Bundestrainer Tono Kirschbaum, hat sich Eva nun entschieden „nur“ die 10.000 Meter zu laufen. Auch über 5.000 Meter hatte Eva die Qualifikationsnorm erfüllt. Eva hatte zuletzt einige Probleme am Fuß, die sie mit Physiotherapie und Barfußlaufen auf dem Rasen im Auestadion bekämpfte. „Ich freue mich total, dass ich diese Leistung und damit auch die EM-Teilnahme erreicht habe. Ich werde in Estland alles geben und möchte mich jetzt schon für die mentale Unterstützung bei meinen Trainingsbemühungen bedanken“, so die Jurastudentin.
Wir drücken ihr die Daumen und freuen uns, dass mit der Olympiateilnahme von Melat Kejeta nun bereits das zweite Vereinsmitglied unseres Laufteams eine internationale Berufung erhalten hat. Dies sollte eine weitere Motivation für unsere Nachwuchskräfte bedeuten.

 

Große Ehre: „Aufi“ erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Winfried Aufenanger mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seit rund einem halben Jahrhundert versetzt Winfried Aufenanger eine ganze Region in Bewegung. Als Trainer, Organisator und Veranstalter des EAM Kassel Marathon hat er den Laufsport weit über die Grenzen Nordhessens hinaus geprägt. Sein unermüdliches Engagement für den Sport und die Sportler wurde jetzt auf Anregung des Sponsors IMMOVATION AG belohnt.

Marathon ist für den 74-Jährigen eine Lebenseinstellung: Das Laufen und Menschen zu bewegen, ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Wie kaum kein Zweiter ist Winfried Aufenanger fast sein ganzes Leben eine treibende Kraft für den Laufsport. Unermüdlich setzt er sich für „seine“ Athleten ein. Parallel zu seiner früheren beruflichen Tätigkeit als Leiter des Polizeireviers Kassel-Nord setzte Aufenanger seine Erfahrung als Läufer über 20 Jahre als ehrenamtlicher Bundestrainer für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ein. Außerdem prägte er als ehrenamtlicher Trainer über 42 Jahre bis Ende 2018 die Arbeit des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel (PSV), dessen Leichtathletik-Abteilung er mitgründete.

Bekannt ist "Aufi" außerdem als Kassels „Marathon-Mann“: Seit 2007 kümmert sich der Laufsport-Enthusiast um die Organisation des „EAM Kassel Marathon“, der größten Sportveranstaltung in Nordhessen. Neben seiner Tätigkeit als Veranstalter behält Aufenanger das Ziel, seine von ihm trainierten Athleten an der Spitze zu sehen, immer fest im Blick. Zum Jahresende 2018 beendete er seine Trainertätigkeit für den PSV Grün-Weiß Kassel und gründete einen neuen Verein, das Laufteam Kassel e.V.

Vorreiter für Integration und soziales Engagement
„Aufenanger ist nicht nur ein Trainer mit Herzblut, er ist auch ein Vorreiter beim Thema Integration“ so Lars Bergmann, Vorstand der IMMOVATION AG. „Über das sportliche Engagement hinaus zeichnet ihn aus, dass er auch stets die gesellschaftliche Einbindung seiner Athleten fördert“. Aufenanger erkannte früh das Potenzial junger Läufer, die in Deutschland eine neue Heimat suchten. Bergmann: „Bei ihm finden Geflüchtete bis heute über die sportliche Betreuung hinaus auch die erforderliche Hilfe für eine Eingliederung“.

Als jüngstes Beispiel für eine gelungene Integration nennt Bergmann das außergewöhnliche Lauftalent Melat Kejeta. Mit der Unterstützung Aufenangers hat die gebürtige Äthiopierin im März 2019 nach einer langen Wartezeit die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Ohne die deutsche Staatsbürgerschaft hätte sie aufgrund der Regeln des Leichtathletikverbandes nicht an deutschen Meisterschaften teilnehmen dürfen.

Inzwischen hat Melat Kejeta mehrfach gezeigt, welche Bereicherung sie für den deutschen Laufsport ist. In einem sensationellen Lauf wurde Melat Kejeta Vizeweltmeisterin bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2020 in Gdynia. Damit wurde der Weg frei für das große Ziel der Ausnahme-Athletin: Sie möchte für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio im Marathon starten. Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig räumt Melat Kejeta in einem Video des ZDFsport gute Chancen ein: “Ich glaube, die Möglichkeit ist groß, dass sie auf eine Medaille laufen kann! Und es wird auch wieder Zeit, dass eine Deutsche mal wieder eine Medaille holt.”
„Es gibt wohl nur wenige, die sich in vergleichbarer Weise für den Laufsport und die betreuten Athleten eingesetzt haben, wie Winfried Aufenanger“, davon ist Lars Bergmann, überzeugt. „Es ist für mich eine große Freude, dass unsere Anregung, den jahrzehntelangen Einsatz von Winfried Aufenanger mit einem Verdienstkreuz zu würdigen, von der hessischen Landesregierung aufgenommen wurde und er jetzt, auf Vorschlag der Landesregierung, das Verdienstkreuz 1. Klasse durch den Bundespräsidenten erhalten hat.“
(Text: IMMOVATION AG)