Laufteam Kassel

 

Das Laufteam Kassel läuft für den Frieden: Starkes Zeichen auf dem Keilsberg

 

„Laufen für den Frieden“ – so lautet das Motto eines bundesweiten Spendenlaufes des in Kassel ansässigen Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfüsorge. In der Zeit vom ersten (Deutsche Antikriegstag) bis zum einundzwanzigsten September (Internationaler Friedenstag) werden gelaufene und gewalkte Kilometer gesammelt und symbolisch als „kleine Schritte für den Frieden“ gesammelt. Der Erlös aus den Start- bzw. Spendengeldern kommt der vielfältigen Friedensarbeit des Volksbundes zugute, die sich neben dessen – übrigens gesetzlich verankerter – Kernaufgabe, des „Gräberdienstes“ mittlerweile auf vielfältig vernetzte Projekte im Bereich der Erinnerungs- und Gedenkkultur sowie der internationalen Jugendbegegnung erstreckt.

Im Angesicht einer „Zeitenwende“ mit einem Angriffskrieg gewissermaßen vor der europäischen Haustür, waren sich die „Laufteam-Oldies and Friends“ schnell einig: „Da machen wir mit.“ – und verbinden das, was uns in der Gemeinschaft viel Freude macht mit dem guten Zweck, zeigen, dass uns nicht egal ist, wenn Krieg und Gewalt die neue Normalität sein sollen. Von Angela Rohr kam der Vorschlag, im September einen Trainings-Dauerlauf als „Friedenslauf“ zur britischen und russischen Kriegsgräberstätte auf dem Keilsberg in Niederzwehren zu machen. Auch die Läufer:innen von der LSG Kassel waren schnell für das Vorhaben gewonnen und so wurde am vergangenen Dienstag aus einer Idee ein Event.

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Eine große Gruppe von ca. 25 Läufer:innen und Walker:innen machte sich auf den Weg und nahm die Höhenmeter des Keilsbergs unter die Laufschuhe. Oben angekommen warteten am „Niederzwehren Cemetery“ bereits eine Delegation vom Volksbund und fleißige Helfer:innen, die Wechselkleidung, kühle Getränke und leckeren Kuchen zur Stärkung dorthin gebracht hatten. Bei schönstem spätsommerlichem Abendlicht informierten Maike Bartsch, Regionalbeauftragte für Nordhessen, Diane Tempel-Bornett, Pressesprecherin des Volksbundes und Simone Schmid, Referentin Kommunikation/Social Media über den Friedenslauf und die Arbeit des Volksbundes, dokumentierten das Ereignis und dankten den zahlreichen Läufer:innen für ihr Engagement. Anschließend führte Maike Bartsch die Läufer:innen über die britische und russische Kriegsgräberstätte und vermittelte viele Informationen zur Geschichte und Gestaltung dieses interessanten, fast idyllischen Ortes, an dem automatisch die Gedanken zum Themen „Krieg und Frieden“ kommen, der zum Gespräch einlädt – eben eine GeDENKstätte im besten Sinne.

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Abschließend waren die Kilometer bergab schnell bewältigt und alle waren sich einig, dass es eine tolle und lohnende Sache war. Wahrscheinlich wird die Welt keine bessere davon, aber wir haben ein kleines laufendes Zeichen dafür gesetzt, was uns wichtig ist und wofür wir auch als Sportler:innen stehen.

 

Aktueller Bericht des Volksbund: Bericht

Bilder vom Lauf: Fotoalbum

 

Ein Bericht von Arndt Kleesiek